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Chronik des SV Urmersbach

Am Sonntag, den 27. Juli 1930 traf sich die sportbegeisterte männliche Jugend von Urmersbach in der Gastwirtschaft Wissen, mit dem Ziel einen Sportverein, den heutigen S.V. zu gründen. Die jungen Männer der ersten Stunde waren: Jakob Schäfer, Peter Eberhard, Jakob Steffes, Peter Christ, Franz Müller, Anton Müller, Josef Schäfer, Andreas Weber, Georg Weis, Josef Schmitz, Johann Bohl, Peter Weber, Johann Hansen, Peter Wissen, Wilhelm Darscheid u.a.

Zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins kürte man Jakob Schäfer, Schriftführer wurde Peter Eberhard und Matthias Wölwer übernahm das Amt des Kassierers. Um dem Verein beitreten zu können, wurde ein Eintrittsgeld von RM 1 festgelegt, der monatliche Beitrag belief sich auf 20 Pfg. In den Jahren 1930/31 errichtete Verein im Distrikt "Auf der Hardt" seinen ersten Fußballplatz.

Auf einer Vereinsversammlung im November 1930 wurden Josef Schäfer und Peter Christ zusätzlich in den Vorstand gewählt.

Neben seiner eigentlichen sportlichen Betätigung übte der Verein ein weiterer schöner, leider aber längst zum Erliegen gekommener Brauch, das Laientheaterspiel. Jedes Jahr, am 2. Weihnachtstag, waren die Mitglieder und Dorfbewohner zu einer Theateraufführung eingeladen. Diese Aufführungen brachten regelmäßig ein volles Haus.

Am 7. Mai 1933 richtete der Verein sein erstes Sportfest "Auf der Hardt" aus.

Die Einberufung zum Wehr- und Kriegsdienst von fast allen Mitgliedern des Vereins konnten seine Aktivitäten nicht völlig zum Erliegen bringen, folglich entschloss sich die Urmersbacher Jugend nach Ende des 2. Weltkrieges 1946 den Verein neu aufleben zu lassen. Bereits im Februar 1946 beschloss eine Versammlung, die im Saale Josef Weber stattfand, das Vereinsleben wieder aufleben zu lassen, wozu man allerdings die Genehmigung der Militärregierung benötigte. Als diese Genehmigung erteilt war, nahm man die Spieltätigkeit im Fußball wieder auf.

Im Herbst 1946 wurden die Fußballmannschaften des Kreises Cochem zur Austragung der Verbandsspiele in vier Staffeln aufgeteilt; Urmersbach spielte in der 2. Staffel.

Da Fußballschuhe Mangelware waren, verzichtete man weitgehend auf die Austragung von Freundschaftsspielen, um die noch vorhandenen Schuhe für die Verbandsspiele zu schonen.

In den ersten Nachkriegsjahren nahm den Brauch des Musik- und Theaterspielens wieder auf, wobei die Reinerlöse den Kriegshinterbliebenen und den Angehörigen noch nicht heimgekehrter Kriegsgefangener zugute kam.

Damals zählte der Sportverein 65 Mitglieder.

1953 gründete der Sportverein innerhalb des Vereins die Schießgruppe "St. Hubertus" und eine Leichtathletikmannschaft. Der Spielausschuss des Vereins war die Mannschaftsaufstellung des jeweiligen Spieltages verantwortlich.

Am 1. Mai 1955 trennte sich die Schießgruppe vom Sportverein und gründete einen eigenständigen Schützenverein. 1955 betreute der zum Jugendwart ernannte, Anton Buhmann, die Leitung der Jugendmannschaft.

Am 11. Juni 1955 feierte der Verein sein 25jähriges Jubiläum. 1956 wurde mit dem Bau eines neuen Sportplatzes auf der Stierwiese begonnen, den Pastor Bruchhäuser drei Jahre später feierlich einweihte.

Die 1. Fußballmannschaft stieg 1961 von der A-Klasse in die B-Klasse auf und erkämpfte sich dort den dritten Tabellenplatz. Hans Klasen wurde Spieler des Jahres 1962.

In der Saison 1962/63 wurde die erste Mannschaft des Sportvereins Staffelsieger der B-Klasse und unter ihrem Trainer Peter Ax und dem Jugendleiter Steffes wurde die C-Jugend des Vereins 1961 Kreismeister.

1975 gründeten der SV Urmersbach und der SV Masburg eine Spielgemeinschaft, deren erster Trainer Lehrer Heinz Ostermann aus Kaisersesch wurde.

1977 wurde der Sportplatz an gleicher Stelle neu gebaut.

Da das bisherige Vereinslokal "Zum alten Schäfer" schon längere Zeit geschlossen war, erkor man 1978 das Gasthaus Weber-Schmitz zum neuen Vereinslokal.

50 Jahre seit seiner Gründung feierte der Verein am 27. Juni 1980.

Unter der Regie des SV Urmersbach wurde 1981 ein Volkswandertag veranstaltet, dessen Start und Ziel an der ehemaligen Schule war.

Die Fußball-Dorfmeisterschaft, die erstmals am 30. und 31. Juli 1985 errungen werden konnte, gewann die Mannschaft aus der Hardt.

Ebenfalls im Sommer 1985 gründete sich eine Frauenturngruppe unter der Leitung der Frauenwartin Hildegard Theisen.

1987 war der SV Urmersbach Ausrichter des Verbandsgemeinde-Turniers, das von der Mannschaft aus Hambuch gewonnen wurde.

Im Jahre 1988 wurde der Antrag zum Bau einer Umkleidekabine abgelehnt.

Ab der Saison 1989/90 spielte der SV Urmersbach in einer Spielgemeinschaft zusammen mit Masburg und Düngenheim. Es wurden 3 Mannschaften sowie eine B- und eine D-Jugend gemeldet.

Vom 20. bis 22.7.1990 feierte der Verein sein 60jähriges Bestehen.

1990 wurde nochmals ein Antrag auf den Bau der Umkleidekabine gestellt worauf die Kreisverwaltung Cochem-Zell mitteilte, dass sich der Sportstättenbeirat für des Förderung ausgesprochen habe. Die Gesamtbaukosten waren mit DM 177.000 veranschlagt und am 19.12.1991 erhielt der Verein die Baugenehmigung.

1992/93 spielt der SV Urmersbach in Spielgemeinschaft mit Düngenheim.

Am 19.6.1992 wird mit dem Bau der Umkleidekabine begonnen, die Dank vieler freiwilliger Helfer zügig voran ging, so daß man bereits im März 1993 Richtfest feiern konnte.

Am 14.5.1994 wurde das Vereinsheim feierlich eröffnet. Im gleichen Jahr gründete sich eine Tischtennisabteilung. Das neuen Sportlerheim wird seit dem rege genutzt, die Frauen turnen einmal die Woche dort, die Tischtennisabteilung nutzt es zum Training und zu den Meisterschaftskämpfen.

In den letzten Jahren ist der Sportverein jährlicher Ausrichter des Sportfestes, des Volkswandertages und eines 7-Streem-Turniers.

Der Verein zählt z.Zt. 150 Mitglieder