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Freiwillig Feuerwehr (FFW) Urmersbach

Von Markus Schröder

1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Urmersbach nach den Wirren des 2. Weltkrieges erneut ins Leben gerufen. Der damalige Wehrführer, Wilhelm Kirst, und der Ortsbürgermeister, Matthias Müller, verpflichteten kurzerhand die neuen Wehrmänner per Handschlag zum Dienst am Nächsten.

Zu dieser Zeit befand sich das Feuerwehrhaus "Spritzehäusje" im Gemeindehaus in der Dorfmitte.

Die Ausrüstungsgegenstände waren, der damaligen Zeit entsprechend, recht spärlich und bestanden im wesentlichen aus einem Gespannwagen (Pferdegespann) aus dem Jahre 1871, einem Schlauchkarren, drei Brandleitern, 3 Brandhaken und 30 Ledereimern, die ebenfalls schon einige Einsätze hinter sich hatten. Der Überlieferung nach stammen sie aus dem Jahre 1842.

Wilhelm Kirst blieb Wehrführer bis 1957, dann löste ihn Willibald Weber ab. Die FFW war zwischenzeitlich vom alten Spritzenhaus in eine neu errichtete Garage an der alten Schule umgezogen.

1967 erhielt die Feuerwehr eine Tragkraftspritze des Typs 8/8 mit VW-Motor. Den damaligen Vorschriften entsprechend wurde sie mit neuen Jacken, Helmen und Gasmasken ausgestattet.

1969 richtete die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Tambourkorps den Amtsfeuerwehrtag aus, bei dem die Feuerwehren der gesamten Verbandsgemeinde Kaisersesch um die Erringung des Amtspokals kämpften.

1973 löste Anton Burger den bisherigen Wehrführer nach 16 Jahren Tätigkeit ab. In den nun folgenden Jahren wurden die Wehrmänner in diversen Lehrgängen zu Maschinisten, Truppführern und Gruppenführern auf Verbandsgemeine- und Kreisebene weitergebildet.

In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) wurden Mitte der 1970er Jahre Feuerwehrwerbetage abgehalten. In eindrücklichen Demonstrationen zeigten dabei FFW und THW die technischen Möglichkeiten der Brandbekämpfung und Personenrettung.

Ebenso wie die anderen Urmersbacher Vereine beteiligte sich 1978 die FFW am Neubau einer Schutzhütte in der Gemarkung von Urmersbach.

Im Jahre 1985 wurde mit dem Bau eines neuen FFW-Gerätehauses begonnen bei dem die Feuerwehrkameraden kräftig Hand anlegten und den größten Teil der Arbeiten in Eigenleistungen erbrachten. Nach mehr als 600 Arbeitsstunden und Dank DM 25.000 Zuschüssen aus Landesmitteln und Mitteln der Verbandsgemeinde konnte am 6. Juni 1986 das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben werden. Grund zum Feiern gab auch das 40jährige Bestehen des Vereins seit seiner Neugründung im Jahre 1946.

Der Übungstrupp, den die FFW Urmersbach zum Amtsfeuerwehrfest 1987 in Brachtendorf stellte, errang dort den 4. Platz und gab der jungen Truppe Ansporn die FFW auch künftig bei Wettkämpfen auf Verbandsgemeindeebene zu vertreten.

Eine alte Tradition belebte sich beim Fastnachtsumzug 1988: Aus dem Kreise des Übungstrupps nahm eine Gruppe teil.

Am 14. Okt. 1990 konnte eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 der Firma Rosenbauer eingesegnet und offiziell in Dienst gestellt werden. Die neue Spritze verfügt über einen Elektro-Starter eine einige weitere Details, die die FFW bei ihren Einsätzen unterstützen.

Die Männer der FFW werden in ständigen Lehrgängen weitergebildet und somit auf die immer umfangreicher werdenden Einsätze vorbereitet. Jährlich findet eine Belehrung nach den Unfallverhütungsvorschriften statt.

Im Oktober 1992 die Selbsthilfe der Wehrmänne wieder gefragt, als im Rahmen des Umbaus der alten Schule auch das Feuerwehrgerätehaus umgestaltet wurde. Während der einjährigen Bauzeit waren die Ausrüstungsgegenstände der FFW in einer benachbarten Scheune untergebracht.

Am 8. Oktober 1993 war die alte Schule zum Gemeindehaus umgestaltet und das neue Gerätehaus der Feuerwehr bezugsfertig.

1994 stellte die Feuerwehr aus ihren Reihen den Karnevalsprinzen mit seinem großen Gefolgte.

Das 50jährige Bestehen feierte man, im Rahmen eines Freundschaftstreffens im Juni 1995. Im September des gleichen Jahres begab sich die Feuerwehr auf Tour mit dem Ziel "Große Freiheit" in Hamburg.

Anton Burger, der der Wehr von 1973 an als Wehrführer gedient hatte, wurde am 30. Mai 1997 verabschiedet und sein Nachfolger, Heribert Weber eingeführt.

Unser altes Tragkraftspritzenfahrzeug wurde 1999 von einem Ford Transit abgelöst. Dieses gebrauchte Fahrzeug wurde durch die FFW in vielen Stunden wieder auf Vordermann gebracht und auf unsere Kosten mit einem eigens beschafften Funkgerät ausgestattet.

Im Rahmen der Indienstnahmefeierlichkeit für dieses Fahrzeug wurde eine Jungendfeuerwehr ins Leben gerufen. Die damals sechs Mädchen und acht Jungen haben sich zu einer starken Truppe entwickelt und werden die Feuerwehr bei entsprechendem Alter tatkräftig unterstützen.

Im Jahre 2000 unterstützte uns die Ortsgemeinde Urmersbach durch 10 Feuerwehrjacken nach den neuesten Anforderungen und Normen.

2001 startete die FFW zu einem 3tägigem Ausflug nach Paris.

Einige Vereinszahlen- und Namen in Kürze:

Wehrführer waren:

Wilhelm Kirst (1946-1957)
Willibald Weber (1957 - 1973)
Anton Burger mit seinem Stellvertreter Oswald Weber (1973 -1997)
ab 1997 Heribert Weber mit seinem Stellvertreter Markus Kusterer

Die Wehr verfügt z.Z. über 21 aktive Wehrleute, die Jugendwehr besteht aus 7 Mädchen und 14 Jungen, die von Klaus Weis sowie Gottfried und Andreas Müller betreut werden.

Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Urmersbach bildet sich aus dem Wehrführer und seinem Stellvertreter, sowie Markus Schröder aus Gerätewart und Schriftführer.


Weiterführung der Chronik FFW Urmersbach

Im März 2011 gibt Heribert Weber die Wehrführung an Markus Schröder ab. Sein Stellvertreter Markus Kusterer bleibt der Wehr erhalten und führt weiterhin die Kasse der FFW. Als neuer Schriftführer wird Thilo Schmitt in den Vorstand gewählt und Fabian Weber übernimmt die Funktion des Gerätewartes. Klaus Weis und Gottfried Müller geben Ihr Wissen an die JFW weiter und tragen somit maßgeblich zum Fortbestand der Wehr bei. Keine leichte Aufgabe in der heutigen Zeit, da die Angebote der Freizeitgestaltung immer weiter wächst und der Dienst am nächsten längst nicht mehr selbstverständlich ist.

Im Jahre 2013 findet das jährliche Freundschaftstreffen zum letzten Mal im Festzelt statt. Dieser Schritt wurde leider nötig da die Unkosten bei Ausrichtung eines solchen Festes immer höher werden. Trotzdem folgten unserer Einladung viele verdiente Kameraden aus der ganzen Verbandsgemeinde, die für 25, 35 und 45 Jährige Tätigkeit in der FFW ausgezeichnet wurden. Das Bild rundeten viele Ehrengäste ab. Darunter Landrat Schnur und VG BM Albert Jung. Ebenso waren der KFI Thomas, WL Reuter und Ehren KFI Gerhartz anwesend.

Gottfried Müller gab nach 14 jähriger Tätigkeit sein Amt als Jugendleiter ab und wurde im Rahmen unseres Festes gebührend verabschiedet.

In 2014 hatte unser Freundschaftstreffen einen anderen Rahmen bekommen. Wir nutzen nun den neugestalteten Mehrgenerationenplatz am Gemeindehaus mit der Terrasse. Unsere Erwartungen gingen in Erfüllung und so füllten viele Besucher, Gönner und Kameraden der Wehren den tollen Platz mit Leben. Für die Kinder standen eine Feuerwehr Hüpfburg, Torwandschiessen und einige Wasserspiele bereit.

Bei der Jahreshauptversammlung 2015 schied Thilo Schmitt als Schriftführer aus und Christian Weber rückte in den Vorstand nach.

Momentan verfügt die Wehr über zwei Alterskameraden, 23 Wehrleute und 8 Jugendfeuerwehrleute von denen in absehbarer Zeit einigen in die „große Wehr „ wechseln werden.

Für uns eine tolle Sache und somit blicken wir recht zuversichtlich in die Zukunft auch unsere kleine Wehr am Leben zu erhalten, für unser Dorf und die Bevölkerung ein Stück Sicherheit zu gewährleisten und das Dorfleben aktiv mitzugestalten.