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Verkaufsbedingungen Baugebiet „Am Förstchen/Wiesbüsch“

 

1) Der Verkauf der Baugrundstücke erfolgt bevorzugt an Einwohner der Ortsgemeinde
Urmersbach, im Übrigen an auswärtige Personen.

 

2) Der Grundstückskaufpreis beträgt 30,50 EUR/m² incl. Erschließungskosten.
Abweichend von diesem Preis wird für interessierte Partnerschaften mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind oder jungen Paaren/eheähnlichen Gemeinschaften der Kaufpreis wie folgt festgesetzt:

Grundstücke 102/5, 102/15, 55/8, 55/9 = 19,50 €/m² inclusive Erschließungskosten

Grundstück   55/10 = 29,50 €/m² inclusive Erschließungskosten

 

3) Der Notar wird angewiesen, die Umschreibung im Grundbuch erst zu veranlassen,
wenn ihm die Zahlung des gesamten Kaufpreises – ohne etwaige Zinsen – zu seiner Gewissheit nachgewiesen ist.

Zahlt der Käufer bei Fälligkeit nicht, kommt er auch ohne Mahnung in Verzug. Er hat dann jedenfalls Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu zahlen, vorbehaltlich der Geltendmachung eines weitergehenden Schadens.

 

4) Kosten und Beiträge für die Ver- und Entsorgungsleitungen und
-einrichtungen (Grundstücksentwässerung, Wasserversorgung, Stromversorgung usw.) – soweit nicht im Kaufpreis enthalten - sind durch die Erwerber unmittelbar an die zuständigen Träger zu zahlen. Sollte im Zeitpunkt der Entstehung derartiger Kosten der Verkauf der Baurundstücke noch nicht erfolgt sein, so dass die Ortsgemeinde in Vorlage treten müsste, sind alle Kosten der Ortsgemeinde mit dem Kaufpreis zu erstatten.

 

5) Alle mit dem Verkauf der Baugrundstücke verbundenen Kosten (Notarkosten,
Gerichtskosten, Grunderwerbsteuer usw.) tragen die Erwerber.

 

6) Die Baugrundstücke sind durch den Erwerber mit einem Wohnhaus zu bebauen. Das
Bauvorhaben ist innerhalb von 6 Jahren nach der Beurkundung fertigzustellen.

7) Kommen die Erwerber dieser Verpflichtung nicht nach, so hat die Ortsgemeinde ein
Rückübertragungs- und Rückauflassungsrecht. In diesem Falle sind die gezahlten Kaufpreise und die gezahlten Erschließungskosten insgesamt zinslos zurückzuzahlen. Sofern der Erwerber bis dahin bereits Bauten oder Einrichtungen auf dem Kaufobjekt errichtet hat, sind ihm die hierdurch geschaffenen Wertsteigerungen nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung zu ersetzen. Das Rückübertragungs- und Rückauflassungsrecht gilt auch für den Fall, dass ein Baugrundstück vor der Bebauung weiter veräußert werden soll. Das Recht wird im Grundbuch dinglich gesichert. Die Kosten einer Rückübertragung sind von den Erwerbern zu tragen.

 

8) Die Ortsgemeinde stimmt einer Vorrangseinräumung für Grundschulden und
Hypotheken nur zu, wenn der Kaufpreis sowie etwaige an die Ortsgemeinde zu erstattenden Kosten und Beiträge für Wasserversorgungs- und Entsorgungsleitungen und -einrichtungen gezahlt sind oder aus den zu bestellenden Hypotheken und Grundschulden ganz oder teilweise gezahlt werden sollen.

 

9) Die Erwerber gestatten, dass für den Straßenbau eventuell erforderlich werdende
Auftragungen oder Einschnitte auf ihrem Grundstück in einem Böschungsverhältnis von 1 : 1,5 entschädigungslos angelegt werden. Durch die Anlegung der genannten Böschungen ist das Grundstück ausreichend gesichert. Auf das Herstellen weiterer Befestigungen (Stützmauer usw.) wird ausdrücklich verzichtet; Ansprüche nach § 909 BGB sind ausdrücklich ausgeschlossen. Im Übrigen sind die Festsetzungen des Bebauungsplanes bezüglich der Abgrabungen und Einschnitte zu beachten.

Die Ortsgemeinde hat das unentgeltliche und zeitlich unbegrenzte Recht, bei Anlage des Bürgersteigs eine Rückenstütze für den Bordstein in das Baugrundstück einzubinden, zu unterhalten sowie bei Bedarf zu erneuern. Das Recht ist dinglich zu sichern. Im Übrigen sind die Festsetzungen des Bebauungsplanes bzgl. der Abgrabungen und Einschnitte zu beachten.

 

10) Die Erwerber nehmen von den Vorschriften des Landeswassergesetzes Kenntnis,
  wonach das im Zuge der Bebauung auf den befestigten Flächen anfallende
  Niederschlagswasser einer Versickerung auf dem Grundstück zugeführt werden soll.

 

11) Die Erwerber verpflichten sich, vor Planung ihres Bauvorhabens den jeweiligen
  Bebauungsplan (hier: „Am Förstchen/Wiesbüsch“) einzusehen.

 

12) Über den Verkauf der Bauplätze an die Erwerber entscheidet der Ortsgemeinderat.
  Werden mehr Kaufangebote abgegeben, als Bauplätze zum Verkauf bereitstehen, so
 wird die Entscheidung des Ortsgemeinderates maßgeblich bestimmt durch die soziale
 Lage der Kaufbewerber.

 

13) Ein Anspruch auf Zuweisung eines Baugrundstückes oder eines bestimmten
  Baugrundstückes besteht grundsätzlich nicht.